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Australia / Oceania > Australia > Queensland >

SS Yongala


Fantastisches Wrack eines Passagierschiffs vor Townsville / Ayr

Description :: Pictures & videos
Description

 

Type:
Dampfschiff

Port of registry:
England

Length:
109 Meter

Crew:
124 (Besatzungsmitglieder und Passagiere)

Launched:
1903

Sunk:
23. März 1911

Reason:
Zyklon

Minimum depth:
16 Meter

Maximum depth:
~30 Meter

Position:
11 Meilen östlich von Cape Bowling Green

Local dive center:
Yongala Dive

GPS coordinates:
19 18' 12.60" S, 147 37' 13.20" E

Google Earth:
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Description:
Die SS Yongala lief am 11. März 1911 auf einer Fahrt von Melbourne nach Cairns in einen Zyklon und sank. Alle 124 Menschen an Bord kamen ums Leben. Da Kinder damals nicht in den Passagierlisten geführt wurden war die tatsächliche Zahl der Opfer wahrscheinlich höher. Überall wird erwähnt, dass unter den Opfern auch ein Rennpferd namens Moonshine war, deswegen soll dies auch hier nicht unerwähnt bleiben. Das Schwesterschiff SS Cooma überstand den Zyklon am Cape Bowling Green ganz in der Nähe. In Cairns sollte die SS Yongala überholt werden, ausserdem sollte ein Funkgerät eingebaut werden. Ein solches Funkgerät hätte die Katastrophe wahrscheinlich verhindert.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die SS Yongala entdeckt, allerdings nicht identifiziert und als unbekanntes Wrack geführt. Im Jahre 1958 wurde sie wiederentdeckt und im Jahr 1961 identifiziert.
Die Katastrophe von damals beschert uns einen der besten, wenn nicht der beste Tauchspot von Australien. Auch ansonsten wird die Yongala immer in den Top-10 der Tauchplätze der südlichen Hemisphere geführt. Die Yongala liegt auf der Steuerbordseite (60-70 Grad), beginnt auf 16 Metern Tiefe bis hinab auf zirka 30 Meter. Die Strömung ist meist deutlich zu spüren und sollte bei der Tauchgangsplanung berücksichtigt werden. Aufgrund der Tiefe und Strömung ist das Wrack sicherlich nichts für Anfänger ohne Begleitung, die Tauchbasen vor Ort wollen oft auch mindestens ein AOWD-Brevet sehen. Durch die exponierte Lage weit weg von Riffen hat sich um das Wrack herum ein künstliches Riff gebildet. Hier kommen sowohl Wrack- wie auch Naturfans auf ihre Kosten. Fisch Fisch Fisch, vom Wrack ist zu Beginn des Tauchgangs erst einmal nichts zu sehen! ;-)
Sehenswert sind die Aufbauten, auch wenn viele Dinge geradezu unkenntlich überwuchert von Korallen sind. Weichkorallen bilden hier die Majorität. Besonderes Highlight sind die Toiletten und vorne am Bug auf der Backbordseite die großen Buchstaben des Namens "YONGALA". Hineintauchen ist seit einigen Jahren nicht mehr gestattet, hier hat man Angst vor Beschädigungen durch unachtsame Taucher und die aufsteigenden Luftblasen. Am Bug einfach auch mal nach unten auf den Meeresgrund fallen lassen und unter dem Rumpf durchschauen. Atemberaubend, hier bietet sich einem wieder die reinste Fischsuppe.
Neben großen Schildkröten und jede Menge Schwarmfisch haben wir unter anderem Napoleons, Markrelen und Seeschlangen gesehen. Haie leider nicht, aber auch die sollen oft gesehen worden sein.
Ein Trip zur Yongala ist nicht billig, ~200 AU$ müssen angelegt werden. Empfehlenswert ist ein Trip von Ayr aus, da die Fahrt von dort nur eine knappe Stunde, wenn der Captain gut drauf ist auch deutlich kürzer, in Anspruch nimmt. Die einzige Tauchbasis, "Yongala Dive" ist darüber hinaus sehr klein und bietet mehr als die Massenabfertigung in Townsville an. Von Townsville benötigt man zirka 3 Stunden zur Yongala und wird meist in großen Massentransportern gefahren. Übernachttrips, beginnend am Abend in Townsville, mit der Möglichkeit von 4 Tauchgängen am nächsten Tag, sind allerdings sicherlich auch empfehlenswert.

Contributed by:
Martin Sebald

Last content update:
20.02.2007

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